Rohr-Innenpflege – Beispielprojekte
Projekt 1: Raffinerie in Deutschland
Aufgabe
Es sollen fünf Schweißnähte der Nennweite DN 350 beschliffen
werden. Werkstoff: Ferrit. Die Rohrleitung ist circa 20 Meter lang und
hat drei 90-Grad-Bögen. Die Einsetzöffnung für den Manipulator
ist eine Rückschlagklappe.
Lösung
Dies ist ein üblicher Standard-Auftrag für IBASS. In diesem
Fall haben wir uns als Arbeitsmodul für einen Rundum-Schleifer als
Aufsatz entschieden. Der mit einer Schwenk-Neigekopf-Kamera, dem Schleifaufsatz und einem
Absaugmodul ausgestattete Manipulator wurde über eine Rückschlagklappe
in die Rohrleitung gebracht. Die Oberfläche der Innenrohre wurde
mit dem Schleifaufsatz beschliffen, das Absaugmodul entfernte
den entstandenen Schleifstaub. Die Kamera, die auch für Orientierung
im Rohr sorgt, diente der Qualitätskontrolle: Das Ergebnis des
Einsatzes wurde mittels Kamera überprüft.
Zeitrahmen
Für diesen Standardauftrag musste kein neuer Manipulator konstruiert
und gebaut werden, sondern wir konnten auf unser Equipment zurückgreifen
und dem Kunden das System leihweise zur Verfügung stellen. Der Einsatz am Rohr
inklusive vorheriger Tests im Mock-up (Modell in Originalgröße)
nahm vier Tage Vorbereitung sowie drei Tage vor Ort in Anspruch.
Projekt 2: Kernkraftwerk in Japan
Aufgabe
Auftrag war, eine Schweißnaht direkt hinter dem Dampferzeuger
("hot leg") zu beschleifen und zu prüfen. In diesem Bereich fanden
wir sehr hohe Strahlung vor (über 10 Millisievert). Die zu bearbeitende
Schweißnaht hatte einen Durchmesser von 900 mm.
Lösung
Der mit einem Farbeindringmodul, einer Kamera und einem Absaugmodul
ausgerüstete Manipulator wurde aufgrund der hohen Strahlung per
Fernbedienung in das Rohr eingesetzt - über ein Mannloch mit einem
Innendurchmesser von 400 mm. Nach dem Beschleifen der Schweißnaht
wurde die Oberfläche mit dem Farbeindringmodul auf Rissfreiheit
geprüft. Wie üblich, wurde die Qualität
der Arbeit mittels Kamera überprüft, der Schleifstaub mit dem
Absaugmodul rückstandslos entfernt.
Zeitrahmen
Die Fertigungszeit für den gesamten Auftrag war auf vier Monate
beschränkt. Das verwendete Equipment konstruierte und baute das
IBASS-Team individuell für den Kunden. Die gesamte Abwicklung inklusive
Tests am Mock-up fanden vor Ort in Japan statt.
