
Dichtquetschvorgang Ansicht Rohrinnenseite

Halbschale (Oberteil) zum Dichtquetschen
Das Dichtquetschen von Rohrleitungen kommt immer dann zum Einsatz, wenn Medium durch das Rohrleitungssystem fließt, das an einer anderen Stelle nicht erwünscht ist, und es keine andere Möglichkeit gibt, die interne Leckage zu beseitigen. Dies kann zum Beispiel bei undichten Armaturen vorkommen. Prinzipiell ist die Vorrichtung dabei ebenso aufgebaut wie bei dem von uns entwickelten Abdichtverfahren. Die Halbschalen unterscheiden sich nur durch die zwei integrierten Quetschkolben und dadurch, dass die Druckentlastung fehlt. Denn diese ist bei dieser Anwendung nicht notwendig.
Durch die Einhausung wird während und nach dem Dichtquetschen kein Medium freigesetzt. Mit dieser Maßnahme werden die UVV-Kriterien (Unfallverhütungvorschriften) erfüllt.
Um die Einhausung wird ein Rahmen gebaut, der den hydraulischen Kolben für das Dichtquetschen aufnimmt und die Kräfte auf beide Quetschkolben verteilt.
Nach dem Quetschvorgang wird überprüft, ob die Rohrleitung dicht ist. Dann wird der Hydraulikkolben entspannt. Für das sichere Zuhalten der Rohrleitung wird diese mittels der in den Rahmen integrierten Schraube verspannt.
Nach dem Dichtquetschvorgang wird das Gewicht der gesamten Vorrichtung
mittels Gurten, Seilen oder Kettenzügen abgefangen. Damit wird sichergestellt,
dass keine unzulässige Last auf die Rohrleitung wirkt.