Aktuell
Rohre auch unter Wasser sicher von innen inspizieren und bearbeiten
Ibass hat einen "Meerwasser"-Manipulator entwickelt, der Rohre
mit Innendurchmessern von 550 bis 780 mm befahren und inspizieren kann.
Sein Scherenantrieb arbeitet mit insgesamt zwölf Rädern: je
zwei Rädern pro Scherenseite und Antriebsmotor. Er kann bis zu
200 Meter tief in Rohre einfahren. Seine Zugkraft beträgt etwa
250 kg (2,5 kN). Der Manipulator findet auch in beschichteten Rohren
sicheren Halt; denn die Anpresskraft der Räder lässt sich
präzise über die Pneumatik einstellen. Das Gerät ist
vorne und hinten beleuchtet. Am Heck befindet sich eine Ein-Kopf-Kamera;
vorne eine hochwertige Schwenk-Neigekopf-Kamera, die mit einem 10-fach-Zoom
ausgestattet ist. Ob Schleifen, Prüfen, Inspizieren oder Bergen:
Der Meerwasser-Manipulator kann alle IBASS-Arbeitsmodule aufnehmen,
überwindet bis zu fünf Rohrbögen spielend und ist selbstverständlich
wasserdicht – und zwar bis 10 Meter Wassersäule (1 bar).
Zum Film "Meerwasser-Manipulator" hier klicken
Neuer Hochleistungsschleifer verkürzt Nebenzeiten
um 80 %
Ab sofort stehen neue Hochleistungsschleif-Manipulatoren für die
Innenbearbeitung von austenitischen, hochchromigen Rohren zur Verfügung,
mit denen sich die Bearbeitungszeiten um 40 bis 50 % verkürzen
lassen. Die Manipulatoren der Typen S80, S100, S125s und S150s können
von Rohrherstellern eingesetzt werden, um die Schweißnahtwurzel direkt
nach dem Verschweißen zu beschleifen und damit die Kerbwirkung
zu unterbinden. Dieser Verarbeitungsschritt ist insbesondere für
Rohre nötig, die zum Beispiel in Raffinerien oder allgemein der
Petro-Industrie unter hohen Temperaturen eingesetzt werden – etwa in
Öfen, um bei 600 °C Öl zu cracken. Bei diesen Temperaturen
können sich Risse bilden, wenn die Schweißnähte nicht ordentlich
geglättet wurden. Die Manipulatoren eignen sich aber auch für
alle anderen Rohrfertiger, die mehrere Meter lange Rohrstücke aneinanderschweißen
und von innen bearbeiten müssen. Die Schleifmodule der neuen Hochleistungsgeräte
von Ibass werden mit Druckluft angetrieben; die Geräte selbst werden
von sechs beweglichen Rädern, die sich an die Rohrinnenwand anlegen,
stabilisiert. Sie alle sind, abhängig von Typ und Abmessung, mit
ein bis drei Kameras ausgestattet. Auf diese Weise lässt sich die
Qualität der Bearbeitung in Echtzeit an einem Bildschirm außerhalb
des Rohres verfolgen und die Lageorientierung des Schleifmanipulators
korrigieren. Die neuen Geräte stehen derzeit in verschiedenen Baugrößen
für Rohrinnendurchmesser von 68 bis 250 Millimetern zur Verfügung.
Schönster Messestand auf dem Forum Molchtechnik
Auf dem Forum Molchtechnik, das am 2. und 3. Dezember 2010 im Haus der
Technik in Essen stattfand, ist der Ibass-Messestand zum schönsten
der Veranstaltung gekürt worden. Das Forum stand im Zeichen eines
Erfahrungsaustauschs über molchbare Rohrleitungen, die entsprechenden
Komponenten und die Anwendungstechnik. Mit dem Slogan „In Rohren kennen
wir uns aus“ zogen Ibass-Chef Michael Strasser und seine Kollegen zahlreiche
Besucher ins Gespräch. Vor allem Hersteller von Molchsystemen sowie
Besucher aus der Chemie und Petrochemie, der Lackiertechnik sowie von
Hochschulen zeigten sich an den Manipulatoren interessiert, mit denen
Ibass im Rohrinneren arbeitet: Live zu sehen war ein Gerät, das
in einem durchsichtigen Kunststoff-Rohr bei der Inspektion mit einer
hochauflösenden Kamera verfolgt werden konnte. „Einige Besucher
sind mit einem neuen Anforderungsprofil an uns herangetreten“, resümiert
Michael Strasser. „Gewünscht werden intelligente Molche, mit denen
von innen die Schweißnähte geschliffen und mit einer hochauflösenden
CCD-Kamera eine visuelle Prüfung durchgeführt werden kann.
Wir erwägen jetzt, dafür einen passenden Rohrinnenmanipulator
zu entwickeln, zunächst für einen Innendurchmesser von 50
Millimetern.“
Laufende Qualifizierung: Druckspannungen wie erwartet
Im Zuge der derzeit laufenden erweiterten Qualifizierung wurden bei
den Eigenspannungsmessungen von austenitischen Schweißnähten eindeutig
die erwarteten Druckspannungen gemessen. Die Qualifizierung, die insgesamt
über einen Zeitraum von 2,5 Jahren erfolgt, soll mit TÜV-Gutachten
bis 06/2011 abgeschlossen sein.
Kettenantrieb für Seewasserleitungen
Derzeit entwickeln wir einen speziellen Kettenantrieb, mit dem Manipulatoren
auch in Seewasserleitungen sicher vorankommen. Durch das Meerwasser und
die ins offene Meer ragenden Leitungen lagern sich oft Sedimente oder
Muscheln in den Rohren an - da kommen Fahrzeuge mit "normalen"
Rädern an ihre Grenzen. Zum zweiten sind diese Rohrleitungssysteme
von innen beschichtet; die Oberfläche darf also bei der Arbeit nicht
beschädigt werden. Auch diese Herausforderung nehmen wir gerne an
- und werden mit dem neuen Kettenantrieb in Kürze eine zuverlässige
Lösung präsentieren.
Radantrieb mit zwölf statt sechs Rädern
Weiterhin entwickeln wir einen Rohrinnenmanipulator für Seewasserleitungen
mit einem Radantrieb, der statt mit sechs Rädern mit zwölf Rädern
ausgestattet wird. Diese Lösung soll auch als Ergänzung und Option für
bestehende Manipulatoren ab der Nennweite 600 zur Verfügung stehen. Somit
können bereits ausgelieferte Rohrinnenmanipulatoren durch Tausch des Hebelmechanismus
umgerüstet werden.
Optimierung der Hochleistungsschleifer
Wir optimieren unsere Hochleistungsschleifer für die Nennweiten 60 bis
150. An der Miniaturisierung bis zur Nennweite 40 arbeiten wir ebenfalls.
Ziel ist es, dabei die Schleifleistung möglichst gleichbleibend
zu erhalten. Mittels diesen Geräten werden die Schweißnahtwurzeln
innerhalb von 5 bis 10 Minuten abgeschliffen.





